EINE LANGE GESCHICHTE

Historische Nachrichten bezeugen das Bestehen einer konsolidierten Schmiedewerkstätte in Arcade bereits seit 1716. Die Produktion bestand aus verschiedenem Schneidewerkzeug, landwirtschaftlichen Geräten und Bauwerkzeug. Die Werkstatt lag am Lauf des Kanals, der durch das Dorf floss. Davon zeugt heute noch der Ortsname „Via della Mola“ (Mühlestein-Straße).

1858 ist die Präsenz der Familie Pavan bezeugt, mit einer Werkstatt für mechanische Werkzeuge. Es war aber Ernesto, der bereits in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg den eigentlichen Qualitätssprung vollzog: er machte aus der Familienmanufaktur eine organisierte Firma. Nach dem Krieg fiel er durch seinen Unternehmergeist auf, indem er, für eine Firma aus Treviso, die heute noch einen Namen hat, eine neue Produktion von Bauteilen für Fahrräder ins Leben rief.

In jenen Jahren begannen auch die Söhne Giovanni, Luigi, Bruno und Giuseppe im Betrieb erste Erfahrungen zu sammeln. Die Firma erlebte von da an ein beachtliches Wachstum und Ende der 30er Jahre fand die Verlegung der ursprünglichen Produktionsstätte ins Ortszentrum statt. Das war unter anderem möglich, da der Maschinenpark auf intelligente Art erneuert worden war. Die mit Wasserkraft betriebenen Maschinen waren durch elektrische ersetzt worden. Es begann auch zunehmend der Einsatz lokaler Arbeitskräfte, die Produktion stieg beträchtlich an und man begann mit der Suche nach einer Erweiterung des Absatzmarktes. Die Firma erreichte zu dieser Zeit die Zahl von 180 Angestellten, die fast alle ortsansässig waren.

Als Avantgarde der Industrialisierung der Region Venetien wagte sich Pavan mit Erfolg noch vor dem Zweiten Weltkrieg auf den europäischen Markt. Er richtete in Mailand ein Büro für ausländische Angelegenheiten ein und weitete nach dem Krieg den Markt auf die ganze Welt aus. Heute sind die wichtigsten Märkte England, Frankreich, die Schweiz, die arabischen Länder, Australien und Nordamerika.

1958 wurde die Fabrik in Via Trieste eingeweiht - der Standort befindet sich nicht ganz zufällig in der Nähe der ersten Fabrikanlage.

1974 begann eine neue Generation der Familie Pavan, 6 Vettern, die Karriere im Familienunternehmen und übernahm 1984 vollständig dessen Leitung.

Pavan Ernesto & Figli S.p.A. bekam die Kennzeichen einer modernen Firma mit einem logistisch-organisatorischen Aufbau, welcher der heutigen Unternehmensstruktur bereits sehr ähnlich war: die Firma bestand aus einem Verwaltungssitz, einer Produktionsstätte für Metallteile, einer Zimmereiwerkstatt, einer Abteilung Lager und Spedition, und einer Abteilung für Sonderanfertigungen, in der spezielle Werkzeuge für künstlerische Zwecke hergestellt wurden (für Maler, Bildhauer und Restaurateure).
Heute sind wir beinahe bei der vierten Generation der Familie Pavan angelangt, in Erwartung des Generationenwechsels in der Firmenleitung.